Den sonnigen Feiertag hab ich heute mal wieder genutzt um einen schönen Berglauf zu mach. Diesmal sollte es wieder auf meinen Hausberg gehen.
Bedingungen waren super. Vereinzelt noch ein paar Restschneefelder wie südlich, unterhalb des Jägerdenkmals auf dem Grünten. Als ich das im Laufschritt queren wollte bin ich abgeschmiert und auf allen vieren Talabwärts gerutscht (wie man schön bei Minute 56:50 sehen kann...).
Aber bis auf ein paar Abschürfungen alles bestens. Bin dann auch gleich weitergelaufen ohne weitere Gedanken.
Als ich eineinhalb Stunden später wieder zurückkam flog gerade ein Heli über mich hinweg. Intuitiv wusste ich sofort wo er hin wollte. "Sicher hat da noch jemand einen Abflug gemacht" dachte ich mir. Als ich um die Ecke kam sah ich auch, dass ich Recht hatte, er landete beim Schneefeld. Dieses sah jetzt aber anders aus. Große Blöcke ragten heraus- mir blieb kurz das Herz stehen, als ich erkannte, dass dort eine Grundlawine abging!
Genau dort, wo ich vor gut einer Stunde drüber gerannt bin. Inzwischen hatte die Sonne den Schnee wohl noch soweit durchgefeuchtet, dass der Schnee auf der recht steilen Grasflanke nicht mehr hielt.
Eine Person wurde verschüttet, die aber glücklicherweise geborgen werden konnte! Hier noch ein Bericht: www.all-in.de
Da macht man sich dann doch wieder Gedanken und erlangt wieder einmal Respekt vor dem Berg- auch wenn´s "nur" ein kleiner Hausbuckel ist... Man weiß es eigentlich, dass das bei solch einer Sonneneinstrahlung, Exposition, Hangeigenschaften und Temperaturen gefährlich sein kann. Dadurch, dass aber schon einige Spuren darüber gegangen sind, macht man sich hald keine Gedanken- auch weil der Lawinenwarndienst eh schon in Sommerpause gegangen ist.
Da kam mir dann der Spruch vom Wildbachtoni in den Kopf: "Wenn man sich an die Regeln hält, dann ist der Berg euer Freund!"
Gerade Vorgestern hatte ich mit jemandem ein Gespräch darüber...
In diesem Sinne: Immer Augen auf und Hirn an- auch ich!
Hier geht´s noch zur Runde: www.movescount.com
Knilchs Blog
Donnerstag, 9. Mai 2013
Samstag, 16. März 2013
Testbericht: Ortovox Piz Bianco
Der Winter geht zu Ende.
Die letzen Schneefelder schwinden langsam unter den ersten Frühlingssonnenstrahlen.
Die Winterausrüstung verschwindet wieder im hinteren Ende des Schrankes.
Die Gelegenheit will ich nutzen um die nächsten Tage noch ein paar Testobjekte des Winters vor zu stellen.
Anfangen will ich heute mit einer Isolationsjacke von Ortovox. Der „Swisswool Jacket Piz Bianco“.
Die „Swisswool Insulation“ Serie zog seit ihrer Veröffentlichung gleich meine Interesse auf sich, da ich ein großer Fan von Wollprodukten bin. Bevor jetzt aber gleich alles von mir raussprudelt, fang ich lieber strukturiert an :-)
Starten wir gleich mal mit dem wichtigsten Teil des Reviews dem Isolationsmaterial:
Besonders ist hier, dass für die Isolation statt Daunen oder Kunstfaser Schurwolle in Vließform verwendet wird. Für die, die sich darunter nix vorstellen können hab ich die Jacke mal seziert- JA! Richtig gelesen. Was man nicht alles für seine Leser macht :-)
Hier sieht man auch schön die Nähte mit der die Wolle abgesteppt wurde um sie stabil an ihrem Platz zu halten.
Nach der Reperatur mit Cubentape von innen sieht man fast nix mehr:
Vorteil davon ist die meines Erachtens die hohe Lebensdauer der Füllung. Daunen brechen oder klumpen mit der Zeit und loften nicht mehr und bei Kunstfasermaterial wie Primaloft war ich noch nie wirklich überzeugt, da auch hier die Füllung sehr schnell an Bauschvolumen verlor. Vorteil von Daune ist das geringe Gewicht und Packmaß- Vorteil von Kunstfaser (KuFa) ist das bestehen bleibende Wärmevermögen im feuchten Zustand (das bei Daune nicht mehr exisitert) und das (speziell bei Primaloft) relativ geringe Gewicht und Packmaß (wobei das bei anderen KuFa- Materialien stark abweichen kann...). Hier kann Wolle ebenfalls ihre Stärken ausspielen. Wolle umschließt von Natur ein fettiger Film. Dieser hilft, Wasser abzuweisen und somit auch im nassen Zustand warm zu halten.
Apropos warm halten- das kann sie! Ich habe mir die dicke Version geholt- es hätte auch noch eine dünnere gegeben: „Swisswool light Jacket Piz Boval“
Außenmaterial:
Die Wolle wird auch durch das Außenmaterial vor Feuchtigkeit geschützt. Hier wurde ein recht leichtes Ripstop Nylon verwendet. Ich würde die Grammatur auf ca. 40gr/m^2. Leider sehr glänzend und raschelt auch recht unangenehm. Innen wurde ein leichteres und weicheres Nylon verwendet. Unter den Achsel und im Bereich des Latissimus wurde nur ein dehnbares Merino-Fleece, was einem gängigen KuFa-Fleece sehr ähnlich sieht. Dieser Einsatz soll diese stark schwitzenden Stellen vor dem Schwitzen bewahren. Zudem wird die Beweglichkeit dadurch gefördert. Der Ansatz ist ja nicht schlecht, leider hapert´s in der Praxis. Die gesamte Jacke wurde mit einem winddichten Material bestückt- leider ist das Fleece nicht winddicht. Das fällt einem schnell auf, wenn der Wind mal von hinten kommt. Hier bläst´s durch und kühlt schnell unangenehm von hinten her aus. Hier wäre was winddichtes schön gewesen!
Kapuze:
Der Kragen schließt unter dem Kinn. Die Kapuze sitzt gut, ohne die Sicht einzuschränken. Eingestellt werden kann sie über einen Kordelzug am Hinterkopf. Der Kopfausschnitt wurde mit einem Gummieinfassband versehen. Ich hätte es schöner gefunden wenn man hier auch eine Einstellmöglichkeit angebracht hätte. Wenn´s stürmt zieht´s auch hier rein.
Sonstige Ausstattung:
-Zwei Reißverschlusstaschen im Bauchbereich: Die könnten etwas größer sein. Grad im Winter hat man doch mal Handschuhe o.ä. zu verstauen.
-Napoleontasche außen
-Innentasche hinter der Napoleontasche
-große Klettinnentasche
Laut Ortovox soll diese Tasche wohl zum verstauen der Jacke sein (Bild). Soll das ein Witz sein? Die geht niemals da rein. Die Jacke ist ungefähr doppelt so groß...
-Unter die Ärmelbündchen ist eine zweite Stulpe eingearbeitet- dieser könnte noch etwas enger sein, wenn sie direkt auf dem Handgelenk aufliegt.
Nachhaltigkeit:
Gerade im Bezug auf verarbeitete Naturprodukte wie Wolle oder Daune wird mir die Nachhaltigkeit und der Tierschutz immer wichtiger. Bei Daune ist in Europa z.B. nicht erlaubt den Tieren lebendig die Daunen auszureißen, damit sie danach wieder nachwachsen können.
Bei der günstiger Wolle ist das Mulesing ein wichtiges Thema.
Ortovox gibt an die Wolle von regionalen Schafhirten gegen faire Bezahlung zu bekommen. Dieses Rohmaterial wird dann in Europa weiterverarbeitet. SEHR SCHÖN! Wolle muss NICHT aus Neuseeland eingeschifft werden- Schafe gibt´s auch in unserer Heimat!
[Quelle: http://www.ortovox.de/swisswool/sw-jacket-piz-bianco-2]
Einsatzzweck:
Die Jacke war für mich speziell durch die Wolle als Isolationsmaterial sehr interessant. Im Gebrauch hat sich für mich aber ein eingeschränkter Verwendungsbereich herauskristalisiert.
Mit den 626gr in Größe XL gehört die Jacke nicht gerade zu den Leichtgewichten... Mit dem großen Packmaß auch nicht gerade zu den kleinsten um im Rucksack mitgetragen zu werden...
Meiner Meinung nach kann die Jacke ihre Vorzüge bei wirklich kalten Touren ausspielen, bei der schweres Gepäck getragen werden muss und wodurch die Jacke auch mal nass werden kann. Die Wolle ist sehr robust und hält diese Belastung auch längere Zeit durch ohne an Loft zu verlieren und sie fällt auch nicht zusammen, wenn sie mal nass wird und wärmt trotzdem. Ich werde sie weiterhin für Tagestouren nutzen und auch im Alltag, weil: Sie sieht super aus!
| Schönes "Ortovox" Detail am Kapuzenkordelzug |
Donnerstag, 7. Februar 2013
Aus "schneller Übernachtung" wird "Abenteuer vor der Haustür"
Als ich vor kurzem Abendsund den nächsten Morgen Zeit hatte bin ich wieder mal kurzentschlossen zu einer kleinen Übernachtung aufgebrochen, wie ich es des öfteren mache. Als ich auch dem Fenster geschaut habe kam gerade Schneeregen bei 1°C vom Himmel. Nicht gerade meine lieblings- Voraussetzungen aber das sollte mir egal sein.
Dementsprechend hatte ich dann auch meine Ausrüstung in den Rucksack geworfen. Nicht wirklich viel, nicht wirklich umfassend...
Ich wollte mit den Skiern einen nahe gelegenen "Buckel" ersteigen und dort eine gemütlichen, ruhigen und besinnlichen Abend und Nacht verbringen. Da es inzwischen aber schon dunkel geworden ist und es anfing stark zu schneien, hab ich mich etwas verstiegen. Daraufhin entschloss ich mich, mir einfach an einem netten Flecklein mein Nachtlager zu errichten.
Dementsprechend hatte ich dann auch meine Ausrüstung in den Rucksack geworfen. Nicht wirklich viel, nicht wirklich umfassend...
Ich wollte mit den Skiern einen nahe gelegenen "Buckel" ersteigen und dort eine gemütlichen, ruhigen und besinnlichen Abend und Nacht verbringen. Da es inzwischen aber schon dunkel geworden ist und es anfing stark zu schneien, hab ich mich etwas verstiegen. Daraufhin entschloss ich mich, mir einfach an einem netten Flecklein mein Nachtlager zu errichten.
Das gute am Winter in den Bergen ist ja, dass man nicht irgendwo nach ebenen Flecken suchen muss, sondern man kann sie sich einfach selber basteln!
Diesmal hatte ich mein Tarptent Doublerainbow mitgenommen um es mal im Winter zu testen. Außerdem wollte ich etwas Platz und komfort genießen.
Ein fester Boden im Zelt hat sich für mich aber als nicht wirklich vorteilig herausgestellt, da mir durch die kleine Absis ständig Schnee ins innere viel. Bei einem Groundsheet kann man das wesentlich einfacher ausschütteln oder wegwischen. Das nächste mal werd ich mal das Golite SL2 ohne Boden testen. Vielleicht werde ich hier auch eine kleines Stücklein Pertex annähen um die Lüfter ganz dicht zu bekommen. Mein Bericht zum Umbau meines Shangri La 2 steht eh noch aus...
Abends dann noch gemütlich im Zelt bei Lagerfeuerromantik gelesen und mich dann in den Daunensack verkrochen.
Dann wurde es leider langsam unangenehm. Es hat angefangen stark zu stürmen. Der Wind kam leider von unten, somit hat es mir dann den ganzen Schnee durch den Lüfter in das Zelt geweht. Da ich keinen Biwaksack mitgenommen hatte war bald mein Schlafsack eingeweht. (Es war zwischenzeitlich mehr als auf dem Bild). Mit der Zeit ist der Schnee natürlich geschmolzen und hat mir langsam die Daunen feucht gemacht... Da ich die nassen Socken vom Aufstieg auch noch angelassen hatte (hatte ja keine extra mitgenommen...) war auch die Fußbox etwas klamm. Dazu kam, dass es dann noch auf -8°C abgekühlt hatte. Wie ihr euch warscheinlich vorstellen könnt, war das dann keine gemütliche Nacht. In der Nacht hatte ich dann irgendwann meine inzwischen gefrohrenen Innenschuhe der Skistiefel in den Quilt mit angezogen. Nachdem sie aufgetaut waren, war es erträglicher.
Mitternachts musste ich mich nochmal anziehen, da ich raus musste um den Schnee hinter dem Zelt wegzuschaufeln. Der Wind hatte den ganzen Schnee dorthin verfrachtet (Bild links), sodass der Raum langsam kleiner wurde.
Der morgen war dann auch nicht wirklich genussvoll. Da ich durchgefroren war und auch nicht wirklich warme Handschuhe mitgenommen hatte wurde der Abbau schmerzvoll.
So wurde aus der spontanen, gemütlichen Übernachtung doch noch ein kleines "Abenteuer vor der Haustür" wie aus dem gleichnamigen Buch von Rüdiger Nehberg- meinem Kindheitsidol :-)
Man merke: Das Wetter kann sich in den Bergen IMMER schnell ändern und man sollte auch immer darauf vorbereitet sein. Eigentlich weiß ich das ja- aber man lernt wohl nie aus :-)
Die Aussicht und Ruhe habe ich aber trotzdem noch kurz genossen:
Das nächste Mal hab ich wieder alles dabei, für eine erholsame Nacht!
Samstag, 26. Januar 2013
Trailrunning Rucksäcke/ Westen Übersicht
Grüß euch,
aus aktuellem Anlass haben die BEUTELTIERE und ich einmal die gängigsten Hersteller von Rucksäcken und Westen für den Berg- und Geländelauf zusammengetragen.
Wenn ihr noch die ein oder andere Firma wisst, wäre es schön, wenn ihr uns weiterhelft, ich werde sie dann ergänzen.
Es wäre doch schade, wenn man sich die Arbeit macht alle herauszusuchen und das nicht festhält!
beste Grüße,
euer Knilch
aus aktuellem Anlass haben die BEUTELTIERE und ich einmal die gängigsten Hersteller von Rucksäcken und Westen für den Berg- und Geländelauf zusammengetragen.
Wenn ihr noch die ein oder andere Firma wisst, wäre es schön, wenn ihr uns weiterhelft, ich werde sie dann ergänzen.
Es wäre doch schade, wenn man sich die Arbeit macht alle herauszusuchen und das nicht festhält!
beste Grüße,
euer Knilch
Sonntag, 13. Januar 2013
Winterausrüstung -20°C
Grüß euch zusammen!
Ich hatte glücklicherweise wieder einmal die Gelegenheit, dass ich etwas rauskommen durfte. Zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich mich mit drei Freunden aus dem Ultraleicht-Forum zu einer Tour verabredet. Ursprünglich sollte es in die Allgäuer Vorberge gehen. Wegen zu warmer Witterung haben wir uns entschlossen etwas Anfahrt in Kauf zu nehmen und uns in die Schweizer Engadin zu begeben. Fotos der Tour könnt ihr euch hier ansehen (da ich keine Kamera dabei hatte, obwohl sie mit 489gr auf der Packliste zu buche schlägt): Willi, Marius und Ben.
Ich will heute etwas auf die Ausrüstung eingehen, die ich dabei hatte. Sie hat sich in ähnlicher Zusammenstellung jetzt schon öfter bewährt, weswegen ich euch gern meine Erfahrungen weiter geben möchte.
Die komplette Liste könnt ihr hier einsehen. Keine Gewähr für Vollständigkeit ;-)
Tagsüber hatten wir Sonne oder Schneegestöber bei nur ca. -2°C bis -8°C. Nachts nur -12°C.
Ich werd den Bericht kompakt halten, da ich grad den ganzen Tag mit Schreiben meine Bachelorarbeit beschäftigt bin und nicht so schreibmotiviert bin :-)
Gut, fangen wir mit der Kleidung an:
Leider kann man auf der Liste nicht einsehen, was getragen wurde und was nicht, deswegen nochmal für euch. Das habe ich getragen:
Füße:
-Icebreaker Liner
-Exped VBL (sind bei mir leider ständig runter gerutscht- eine Katastrophe. Evtl. hol ich mir nächste Saison die als Ersatz)
-ProFeed Skisocken
-Salomon Toundra
-MSR Flash 22+5" (Sie können auch als Ersatz einer SnowClaw, Schneeheringen/Sturmabspannungen, Kocherunterstand oder eines Sitzes herhalten. Sie haben leider nach der ersten Tour schon das Rosten angefangen- Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass MSR hier Edelstahl verbaut...)
Die Komination war immer warm und Trocken- Hat sich bewährt. Die Schneeschuhgröße von 27" ist auch zu empfehlen!
Beine:
-Odlo light lange Unterhose
-Montane Terra XT (super genialer Stoff, auch wenn ich die Hose etwas getuned habe. Lüftung ist empfehlenswert. Hierzu gibt´s aber irgendwann noch einen gesonderten Bericht)
Oberkörper:
-Ortovox 280 Merino
-Icebreaker Circuit Radshirt (super sind die Taschen am Rücken um Kleinkram warm zu halten oder auch mal zu trocknen)
-Reed Windshirt
-Montane Dyno Softshell (Klasse Teil, hierzu gibt´s auch mal noch einen gesonderten Bericht)
Die Kombi war auf jeden Fall ausreichend. Meist zu warm... Ich brauche morgens immer recht lang, bis mein Kreislauf in Schwung kommt. Ist das mal passiert, kann man Schicht für Schicht ablegen. Durch die weiten Reißer der Unterwäsche kann man gut lüften. Das Windshirt braucht man nur, wenn´s richtig windig kalt ist, oder ist auch Vorteilhaft, wenn man mal in den Schnee fliegt- Dann bleibt nicht´s haften ;-)
Hände:
-Extremeties Windy lite glove (habe ich schon 3 Jahre im Einsatz ohne Abnutzungserscheinungen- hätte ich nicht erwartet. Winddichte Ausenseite. Trocknet schnell. Noch besser sind aber die Windy lite pro. Diese haben innen und außen das Windstoppermaterial. Hier bleibt kein Schnee haften, sind aber empfindlicher)
-Berghaus Mountain AQ glove (Gehört in die Altkleidersammlung! Grundsätzlich ja super, aber das Außenmaterial ist Mist. Nicht Wasserdicht und nicht Atmungsaktiv. Somit sind sie eigentlich immer nach einen halben Tag nass und müssen somit immer am Körper getragen werden, da sie sonst einfrieren- was mir leider auch passiert ist...)
-Mountain Hardware Redline Mitt (Traumhaft- reinschlüpfen und wohlfühlen! Ebenfalls gesonderter Bericht. Können auch als Daunensocken missbraucht werden ;-) )
Kopf:
-TCM Fleece Balaclava (Meist als Mütze getragen. Klasse Teil von Tschibo!)
-Schlauchtuch (Klasse so ein Teil! Getragen als Schal, Mütze, Stirnband oder wenn nicht gebraucht um das Handgelenk)
Im Rucksack:
-200er Woolpower Hose und Pullover (nicht gebraucht)
-PHD Minimus Pullover (abends im Laber oder in Pausen ein Traum, vor allem die Kängurutasche)
Ab jetzt werde ich nur relevante Gegenstände erwähnen, um den Umfang etwas in Grenzen zu halten.
Nächste Rubrik, Küche:
-Bushbuddy Ultra (super Holzkocher. Man sollte aber gute Anzünder mitnehmen. Ich hatte etwas Probleme, das Feuer in Gang zu kriegen, da ich keine richtig trockenen, kleinen Ästchen gefunden habe. Läuft das Gerät mal muss man sich keine Gedanken mehr über Brennstoff und Schneeschmelzen machen)
-Feuerzeug (man sollte kein leeres mitnehmen....)
-Platypus (Ich hatte eine 2liter Flasche in einer selbst gebastelten Isolationshülle aus Alublisterfolie dabei. Diese hab ich untertags im Rucksack in die Isojacke eingewickelt. Nachts in den Schnee gesteckt. Mir ist die Kombi auf der ganzen Tour nie eingefroren! Unter der Jacke hatte ich mir eine 0,5Platy mit Hilfe einer Schnur und Gurtband um den Hals gehängt. Somit hatte ich immer was warmes zu Trinken zu Hand)
Schlafen:
Ich hatte glücklicherweise wieder einmal die Gelegenheit, dass ich etwas rauskommen durfte. Zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich mich mit drei Freunden aus dem Ultraleicht-Forum zu einer Tour verabredet. Ursprünglich sollte es in die Allgäuer Vorberge gehen. Wegen zu warmer Witterung haben wir uns entschlossen etwas Anfahrt in Kauf zu nehmen und uns in die Schweizer Engadin zu begeben. Fotos der Tour könnt ihr euch hier ansehen (da ich keine Kamera dabei hatte, obwohl sie mit 489gr auf der Packliste zu buche schlägt): Willi, Marius und Ben.
Ich will heute etwas auf die Ausrüstung eingehen, die ich dabei hatte. Sie hat sich in ähnlicher Zusammenstellung jetzt schon öfter bewährt, weswegen ich euch gern meine Erfahrungen weiter geben möchte.
Die komplette Liste könnt ihr hier einsehen. Keine Gewähr für Vollständigkeit ;-)
Tagsüber hatten wir Sonne oder Schneegestöber bei nur ca. -2°C bis -8°C. Nachts nur -12°C.
Ich werd den Bericht kompakt halten, da ich grad den ganzen Tag mit Schreiben meine Bachelorarbeit beschäftigt bin und nicht so schreibmotiviert bin :-)
Gut, fangen wir mit der Kleidung an:
Leider kann man auf der Liste nicht einsehen, was getragen wurde und was nicht, deswegen nochmal für euch. Das habe ich getragen:
Füße:
-Icebreaker Liner
-Exped VBL (sind bei mir leider ständig runter gerutscht- eine Katastrophe. Evtl. hol ich mir nächste Saison die als Ersatz)
-ProFeed Skisocken
-Salomon Toundra
-MSR Flash 22+5" (Sie können auch als Ersatz einer SnowClaw, Schneeheringen/Sturmabspannungen, Kocherunterstand oder eines Sitzes herhalten. Sie haben leider nach der ersten Tour schon das Rosten angefangen- Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass MSR hier Edelstahl verbaut...)
Die Komination war immer warm und Trocken- Hat sich bewährt. Die Schneeschuhgröße von 27" ist auch zu empfehlen!
Beine:
-Odlo light lange Unterhose
-Montane Terra XT (super genialer Stoff, auch wenn ich die Hose etwas getuned habe. Lüftung ist empfehlenswert. Hierzu gibt´s aber irgendwann noch einen gesonderten Bericht)
Oberkörper:
-Ortovox 280 Merino
-Icebreaker Circuit Radshirt (super sind die Taschen am Rücken um Kleinkram warm zu halten oder auch mal zu trocknen)
-Reed Windshirt
-Montane Dyno Softshell (Klasse Teil, hierzu gibt´s auch mal noch einen gesonderten Bericht)
Die Kombi war auf jeden Fall ausreichend. Meist zu warm... Ich brauche morgens immer recht lang, bis mein Kreislauf in Schwung kommt. Ist das mal passiert, kann man Schicht für Schicht ablegen. Durch die weiten Reißer der Unterwäsche kann man gut lüften. Das Windshirt braucht man nur, wenn´s richtig windig kalt ist, oder ist auch Vorteilhaft, wenn man mal in den Schnee fliegt- Dann bleibt nicht´s haften ;-)
Hände:
-Extremeties Windy lite glove (habe ich schon 3 Jahre im Einsatz ohne Abnutzungserscheinungen- hätte ich nicht erwartet. Winddichte Ausenseite. Trocknet schnell. Noch besser sind aber die Windy lite pro. Diese haben innen und außen das Windstoppermaterial. Hier bleibt kein Schnee haften, sind aber empfindlicher)
-Berghaus Mountain AQ glove (Gehört in die Altkleidersammlung! Grundsätzlich ja super, aber das Außenmaterial ist Mist. Nicht Wasserdicht und nicht Atmungsaktiv. Somit sind sie eigentlich immer nach einen halben Tag nass und müssen somit immer am Körper getragen werden, da sie sonst einfrieren- was mir leider auch passiert ist...)
-Mountain Hardware Redline Mitt (Traumhaft- reinschlüpfen und wohlfühlen! Ebenfalls gesonderter Bericht. Können auch als Daunensocken missbraucht werden ;-) )
Kopf:
-TCM Fleece Balaclava (Meist als Mütze getragen. Klasse Teil von Tschibo!)
-Schlauchtuch (Klasse so ein Teil! Getragen als Schal, Mütze, Stirnband oder wenn nicht gebraucht um das Handgelenk)
Im Rucksack:
-200er Woolpower Hose und Pullover (nicht gebraucht)
-PHD Minimus Pullover (abends im Laber oder in Pausen ein Traum, vor allem die Kängurutasche)
Ab jetzt werde ich nur relevante Gegenstände erwähnen, um den Umfang etwas in Grenzen zu halten.
Nächste Rubrik, Küche:
-Bushbuddy Ultra (super Holzkocher. Man sollte aber gute Anzünder mitnehmen. Ich hatte etwas Probleme, das Feuer in Gang zu kriegen, da ich keine richtig trockenen, kleinen Ästchen gefunden habe. Läuft das Gerät mal muss man sich keine Gedanken mehr über Brennstoff und Schneeschmelzen machen)
-Feuerzeug (man sollte kein leeres mitnehmen....)
-Platypus (Ich hatte eine 2liter Flasche in einer selbst gebastelten Isolationshülle aus Alublisterfolie dabei. Diese hab ich untertags im Rucksack in die Isojacke eingewickelt. Nachts in den Schnee gesteckt. Mir ist die Kombi auf der ganzen Tour nie eingefroren! Unter der Jacke hatte ich mir eine 0,5Platy mit Hilfe einer Schnur und Gurtband um den Hals gehängt. Somit hatte ich immer was warmes zu Trinken zu Hand)
Schlafen:
Ich hatte im Winter oft das Problem mit der herumrutschenden Bodenplane auf dem Schnee. Dieses Problem hat sich ganz einfach gelöst indem ich zuerst eine Isomatte auf den Schnee gelegt habe und darauf dann erst das Groundsheet. Hat super geklappt.
-Artiach light plus (ganze Länge)
-Artiach Skin micro light (Oberkörper)
-Gossamer Nightlite unter die Light Plus, unter die Füße
Mit der Kombi hab ich schon bei -23°C auf einem zugefrohrenen See genächtigt.
Um es sich etwas gemütlicher im Solomid einzurichten habe ich den Schnee mit den Schneeschuhen zuerst gefestigt. Dann das Tarp aufgebaut und im Inneren mit Hilfe der Schneeschuhe ca. 15cm Schnee heraus gegraben. Somit hat man mehr Platz, obwohl es windstabil auf den Boden gezogen wurde. Zusätzlich kann man im Eingang nochmals tiefer graben, dass man sich bequem im Sitzen die Stiefel anziehen kann :-)
-Yeti pl. Q700 (bei dem Schlafsack habe ich im Reisverschluss eine Extension eingezippt, damit er weiter wird und somit als Quilt genutzt werden kann. Mit 550gr Daunen konnte ich somit mit der Daunenjacke sogar ohne Kapuze warm schlafen. Ebenfalls bis -23°C erprobt. In den Quilt kommt die Skin Micro light und ausen herum ein Tyvek Bivi.
-VBL (Ich hatte einen beschichteten Maleranzug im Einsatz. Am ersten Morgen hatte ich leicht klamme Unterwäsche. Am zweiten Morgen war sie kaum noch klamm. Somit arbeitete er leider nicht wie erhofft und wird kommende Saison als Schnittmuster für einen Cuben VBL missbraucht)
Die Packliste ist mal wieder nur ein Anhaltspunkt für die Ausrüstung oder etwaige Techniken. Natürlich kommt es hier wieder sehr stark auf die einzelne Person und ihren Bedürfnissen an. Ich bekomme z.B. schnell Probleme mit kalten Fingern, wodurch ich leider die schweren, überdimensionierten Fäustlinge mitnehmen muss. Aber da ich schon das ein oder anderem Mal durch gebrauchsunfähige Hände fast in Schwierigkeiten gekommen wäre, ist es mir das Wert. Da wären wir auch schon bei einem weiteren Thema der Sicherheit. Im Winter kommt die Redundanz zum Einsatz. Mütze und Handschuhe sollten immer mindestens zweimal vorhanden sein. Wenn man bei einem Sturz oder beim Sturm auf einem Grat einen Handschuh verlieren oder er z.B. nass werden sollte, muss immer noch ein zweites Paar im Rucksack dabei sein. Die Kopfbedeckung sollte auch durch z.B. durch Kapuzen ersetzt werden können.
So, ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick geben. Wenn ihr noch fragen zu der eher kurz gefassten Ausrüstungserklärung habt meldet euch einfach. Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß im Schnee!
Mittwoch, 2. Januar 2013
2013
Grüß euch liebe Leser,
ich wünsche euch einen super Start in das kommende Jahr, mit vielen Stunden in der Natur.
Viele Erfahrungen, Abenteuer, ruhige und spannende Momente.
Ich hoffe, dass ich wieder mehr dazu kommen, den einen oder anderen Beitrag zu verfassen.
Also genießt die Zeit draußen,
euer Knilch
Freitag, 7. September 2012
Testbericht Julbo Dust Zebra
Nachdem meine Brille (Alpina Tri-Line) das Zeitliche gesegnet hat, brauchte ich Ersatz. Nachdem ich schon seit längerem mit einer photochromatischen Brille liebäugle, haben mir die Bergfreunde die Möglichkeit gegeben, die Julbo Dust mal genauer zu betrachten!
Die hatte zufällig auch Dennis im Trailmagazin näher unter die Lupe genommen:
Los geht´s!
Im linken Rand, des rechten Glases kann man den Unterschied zwischen getönt und ungetönt erkennen.
Wasser perlt wirklich gut ab und es bleiben kaum getrocknete Rückstände auf der Brille. Aber was mein Hauptkritikpunkt an der Brille ist, ist die Schmutzanfälligkeit, oder besser gesagt die schlechte Putzbarkeit! Die Antibeschlag Beschichtung lässt sich auf der Innenseite der Gläser erspüren. Sie ist leicht rauh. Probleme gibt das, wenn man versucht die Brille Sauber zu machen. Das geht SEHR schwer und leider ist sie oft verschmiert (Schweiß, Fett der Finger). Eigentlich geht das nur mit einem feuchten Brillenputztuch vernünftig, das ich mir dann irgendwann dafür kaufen musste...
Die hatte zufällig auch Dennis im Trailmagazin näher unter die Lupe genommen:
Los geht´s!
Lieferumfang:
Ha! Da ist es- hab mich gefreut, als das Paket der Bergfreunde ankam. Sofort aufgerissen und erstmal etwas verdutzt geschaut- da soll die geniale Brille drin sein???
Sieht eher aus, als ob da eine 1€ Brille verpackt wurde. Die Brille hat in der Schachtel keinerlei Fixierung, die das herumrutschen (und auf Dauer wohl auch verkratzen) verhindert, da sie viel zu groß und klobig ist. Leider ist auch kein Brillenputztuch dabei, was (wie sich herausstellte) sehr wichtig ist. Da war ich erstmal etwas enttäuscht. Die Brille gefiehl mir aber umso mehr :-)
Was ist überhaupt dieser Dingsbums Effekt?
Was bedeutet Photochromatisch / Phototrop / Selbsttönend/ Zebraglas(bei Julbo)?
Bei Glasgläsern mit einem photochromatischen / phototropen Effekt werden bei der Herstellung Silberchlorid und Silberbromid beigemischt. Mit zunehmender UV-Strahlung kommt es zu einer Eindunklung der Stoffe und somit zu einer erhöhten Absorption. Nimmt die Strahlung wieder ab, nimmt die Absorption ab und die Gläser werden wieder hell.
Bei der Verwendung von Kunststoffgläsern (wie bei der Dust) wird auf ein anderes Verfahren gesetzt, da diese Methode nicht die gewünschten Erfolge versprochen hatte. Hier werden Moleküle (Indolino-Spironaphtoxazine) verwendet, die beim Kontakt mit ultravioletter oder kurzwelliger blauer Strahlung ihre chemische Struktur ändern. (Quelle: http://www.optikum.at)
Bei Julbo werden die Moleküle direkt in die Masse (Kunststoffgläser) eingearbeitet um somit einen dauerhaften Effekt zu gewährleisten. Alternativ kann man es auch auf eine günstigere Art erledigen, in dem man nur eine Beschichtung mit dem Effekt aufbringt. Wenn hier aber zum Beispiel Kratzer in die Beschichtung gelangen, ist der Effekt weg.
Im Gebrauch bemerkt man diesen Effekt eigentlich nicht wirklich aktiv. Aber man stellt fest, dass man die Brille eigentlich den ganzen Tag bis in die frühen Abendstunden tragen kann und man nie das Gefühl hat, dass sie zu dunkel oder zu hell getönt wäre. Somit ideal für Aktivitäten, die auch mal durch den Wald führen oder bei denen man auch einen Brille benötigt, wenn mal die Sonne nicht so intensiv scheint, z.B. beim Radeln zum Schutz vor Fliegen.
Die Verdunklungszeit von der Schutzkategorie 2-4 wird von Julbo mit 22-28sek angegeben.
Wie sich die Gläser verdunkeln kann man hier erkennen:
Im linken Rand, des rechten Glases kann man den Unterschied zwischen getönt und ungetönt erkennen.
Beschichtungen:
Die Dust hat zwei Beschichtungen:
*Antibeschlagschutz
Hat leider nicht immer einwandfrei funktioniert. Bei schweißtreibenden Aktivitäten (Berglauf, MTB) kam es öfter vor, dass die Brille anfing zu beschlagen, sobald ich Pause gemacht habe. Hab dann einfach keine Pausen mehr gemacht :-D. Bei mir war es hauptsächlich am oberen Rand. Sobald es bei Bewegung wieder etwas Luftzirkulation um die Brille gibt, hat sich das aber wieder aufgelöst.
*Schmutz-/Wasserabweisende Behandlung
Also hier kann noch daran gearbeitet werden.
Passform:
Super! Sie sitzt immer perfekt, da rutscht und wackelt nix, obwohl man weder die Nasenbügel, noch die Ohrenbügel anpassen kann. Auch kann man sie super auf dem Kopf (oben) tragen und, wenn man mal ungetrübte Sicht will. Selbst beim Downhill muss man sich keine Gedanken machen, dass man sie dabei verliert.
Abnutzung:
Ich hab die Brille jetzt knapp 3 Monate in Gebrauch. Pro Tag ca. 1,5h beim Sport genutzt. Am wichtigsten bei der Abnutzung sind wohl die Gläser. Hier bin ich begeistert! Ich war bisher nicht gerade jemand, bei dem Brillengläser lange halten. Mal fällt die Brille runter, mal bleibt man an einem Ast hängen usw.. Das war auch u.a. der Grund, warum ich meine alte nicht mehr tragen konnte, weil ich mit den ganzen Kratzern ganz wirr wurde...
Bei der Julbo- NIX! Ich kann keinen Kratzer entdecken. Hier macht sich der Mehrpreis für eine teuere Brille auf jeden Fall bezahlt. Hier sind die Gläser einfach ordentlich gehärtet und somit um einiges langlebiger!
Man sollte trotzdem die Brille nie auf den Gläsern ablegen, da sie über den Bügel hervorstehen. Aber das macht ja normalerweise niemand :-)
Die Bügelscharniere lassen sich auch ohne spürbare Änderung/ Schlechterung bewegen.
Einzig an den Enden der Bügel gibt es erste Gebrauchsspuren. Hier fängt der Gummi an sich aufzulösen:
Ist zwar ärgerlich, aber schränkt die Funktion nicht ein ;-)
Fazit:
Ich bin sehr zufrieden mit der Brille. NOCH besser (für mich) wäre es, wenn die Schutzkategorie bis 0 herunter gehen würde, damit man sie auch Abends/ Nachts z.B. bei Radeln tragen kann. Ansonsten: Empfehlenswert!
+ Passform
+ Tragekomfort
+ Photoeffekt
+ Optik
- Schmutzanfälligkeit!!!
- Abnutzung
Montag, 14. Mai 2012
Ich packe meinen Rucksack mit Hilfe der Outdoorblogger!
Da will ich heut morgen aus der Tür und stolper gleich über ein Stöckchen. Schuld dran ist eindeutig Sven vom Freiluftblog. Der hat nämlich damit angefangen den Stock nach anderen Leuten zu schmeißen.
Natürlich ist das kein gewöhnliches Stöckchen, sondern mehr so 'ne Art virtuelles Staffelholz. Weitergegeben wird es von Blogger zu Blogger. Und um es etwas spannender zu machen wird dabei gleich das gute alte Spiel "ich packe meinen Koffer" ähh, ich meine natürlich "ich packe meinen Rucksack" gespielt. Sinn und Zweck ist es die Outdoorblogger untereinander besser miteinander zu vernetzen und evtl. auch etwas unbekanntere Blogs bekannter zu machen.
Und Sven hat eben damit angefangen. Dach ging es gleich an Axel und anschließend zu Jens weiter. Steffi hat dann den Stock in Bayern gefangen und gleich darauf nach Bonn geschmissen wo Angelica schon bereit stand. Und warum dann die Mühe auf sich nehmen und es in unbekannte Regionen schleudern wenn doch der nächste Blogger quasi um die Ecke wohnt? Jetzt ist das Stöckchen im schönen Allgäu gelandet!
Nun hat's also mich erwischt. Also denn:
Ich packe meinen Rucksack und nehme mit … eine Mammut Aconcagua Fleecejacke, ein Paar Leki Carbon Titanium AS Trekkingstöcke, einen MSR® HyperFlow Microfilter, eine komplette Geocaching Ausrüstung und dieVaude Rondane Softshelljacke sowie den Laufbursche huckePACK.
Denn mal ehrlich, allmählich wird's etwas eng das alles in der Hand zu tragen. Und so kann man mal endlich austesten, was wirklich alles in den Pack passt! ;-) Und damit das alles auch in den Rucksack passt, leg ich eine passende Packanleitung dazu!
Damit der nächste glückliche Teilnehmer gleich weiss wie's geht hier noch mal kurz die Regeln:
- Das Stöckchen kann immer nur an einen einzigen Outdoor Blogger weiter geworfen werden.
- Das Stöckchen kann nicht wahllos von einem anderen Blogger abgefangen werden.
- Wurde einem das Stöckchen zugeworfen sollte man es möglichst bald aufnehmen und mitmachen, oder darauf hinweisen, dass man nicht mitmachen möchte. Im letzteren Fall wird das Stöckchen vom “Vorbesitzer” an einen anderen Blogger weiter geworfen.
- Der Beitrag zum Blogstöckchen sollte immer die Links zu den vorherigen Teilnehmern enthalten. Am besten setzt man diesen auf den Gegenstand den der jeweilige Blogger in den Rucksack getan hat.
- Es gibt kein Ende der Stöckchen-Wurf-Aktion, es darf also fröhlich die Runde in der ganzen Outdoor-Blogger-Szene machen!
Und jetzt? Jetzt schmeiß ich den Stock dem nächsten zu. Ich versuch mal entlang der Alpen dem rennenden Steve zwischen die Beine zu treffen ;-)
Dienstag, 20. März 2012
TYOG Laufbursche MONOloge
Heut gibt´s mal wieder was in der Rubrik TuneYourOwnGear!
Aber die Laufbursche MONOloge? Kann man was perfektes noch verbessern???
Verbessern nicht, aber ergänzen. Wenn es sehr windig ist und man keinen geschützten Platz für´s Tarp findet muss man es längs zur Windrichtung aufbauen. Problem für mich war hier dann immer, dass es mit dem offenen Ende in die Windrichtung schaut. Wenn´s regnet wird´s hier nass.
Dass wollte ich ändern, indem ich den "Hintern" schließe und somit drei geschlossene Seiten habe.
Das größte Problem war es, ein gleichfarbiges Cuben zu besorgen. Aber der Laufbursche war so nett und hat mir Reste von der Produktion gesendet! Danke nochmal!
Zuerst ging´s los mit zuschneiden. Ich habe zwei Lagen Cuben mit doppelseitigem Klebeband zusammen fixiert, damit sie nicht verrutschen und möglichst identisch werden. Bei dem Schnitt der Catlines habe ich mich an die MONOloge gehalten. Die schmale Seite habe ich so breit gemacht, wie das Reststück war ;-) Das waren ca. gute 50cm. Ich habe die Umrisse mit Kulli aufgezeichnet und auf der Außenseite mit Tape abgeklebt. Dann auf der Außenkante des Klebestreifens ausgeschnitten. Zuerst die zwei Seiten, die auf dem Bild beklebt sind. Die dritte Seite kam ganz zum Schluss dran, nachdem alles verklebt war.
Dann werden beide Dreiecke zusammengeklebt und am Tarp befestigt. Beim Kleben ist vielleicht folgendes Video hilfreich:
Aber die Laufbursche MONOloge? Kann man was perfektes noch verbessern???
Verbessern nicht, aber ergänzen. Wenn es sehr windig ist und man keinen geschützten Platz für´s Tarp findet muss man es längs zur Windrichtung aufbauen. Problem für mich war hier dann immer, dass es mit dem offenen Ende in die Windrichtung schaut. Wenn´s regnet wird´s hier nass.
Dass wollte ich ändern, indem ich den "Hintern" schließe und somit drei geschlossene Seiten habe.
Das größte Problem war es, ein gleichfarbiges Cuben zu besorgen. Aber der Laufbursche war so nett und hat mir Reste von der Produktion gesendet! Danke nochmal!
Zuerst ging´s los mit zuschneiden. Ich habe zwei Lagen Cuben mit doppelseitigem Klebeband zusammen fixiert, damit sie nicht verrutschen und möglichst identisch werden. Bei dem Schnitt der Catlines habe ich mich an die MONOloge gehalten. Die schmale Seite habe ich so breit gemacht, wie das Reststück war ;-) Das waren ca. gute 50cm. Ich habe die Umrisse mit Kulli aufgezeichnet und auf der Außenseite mit Tape abgeklebt. Dann auf der Außenkante des Klebestreifens ausgeschnitten. Zuerst die zwei Seiten, die auf dem Bild beklebt sind. Die dritte Seite kam ganz zum Schluss dran, nachdem alles verklebt war.
Die bestehenden Nähte der Spannpunkte müssen etwas aufgeschnitten werden, um die Naht sauber kleben zu können.
Für die Verstärkungen der Spannpunkte habe ich keinen Kleber verwendet, da ich keinen hatte. Stattdessen hab ich auf ein rundes Stück Zeltboden mehrere Streifen Cubentape geklebt und es so angebracht. Ein Kreis hat bei mir für alle Punkte ausgereicht.
Danach muss man noch das Ende zum Boden hin ausschneiden und einmal oder zweimal umlegen um eine stabile Kante zu bekommen. Dann noch Schlaufen anbringen und fertig!
Das schwerste war die Befestigung am oberen Spannpunkt hier sollte man sauber arbeiten und die Nähte danach noch vernähen.
| Der Hintern kann auch zum lüften nach oben gespannt werden! |
| Der rote Gummi ist nicht nötig :-) |
Da fühlt man sich jetzt doch wohl! :-)
beste Grüße, euer Knilch!
Mittwoch, 22. Februar 2012
Augen auf!
Heute muss ich das erste mal etwas negatives schreiben.
Als ich heute etwas im Internet gesurft habe (ich bin krank, ich darf das:-) ) bin ich auf die neue Laufshort von Salomon gestoßen: "TWIN SKIN EXO SLAB Short M" und die kostet: Achtung! 150 €!!!
Hallo? Eine kurze Hose einhundertfünfzig Euro!
Die besteht noch nicht mal aus irgendwelchen ökologisch Natur- unter fairen Umständen hergestellten Materialien. Nicht mal recycelte Plastikflaschen. Nein, einfach Kunststoff!
Macht sich eigentlich noch irgendjemand Gedanken über die Preise die man für Sport- und Outdoorartikel ausgibt?
700€ für ne Regenjacke? Da kauft sich manch einer ein Auto! Dabei sind doch so viele mit den DriDucks für 30€ (Jacke und Hose) sehr zufrieden! Ich weiß, man kann das nicht vergleichen...
Aber anscheinend funktioniert´s ja. Die Leute kaufen´s, sonst wäre der Preis nicht realistisch.
Ich bin vor kurzem auf ein passendes Zitat auf Running Spots gestoßen:
Da tun mir dann Menschen Leid, die sich ihr Brot schwer verdienen müssen, mit diesen Outdoorartikeln. Hier soll natürlich der Laufbursche genannt werden. Er versucht seit Jahren den perfekten Rucksack auf den Markt zu bringen. Es steht extrem viel Arbeit, Nerven, Entwicklung und den dazugehörigen Kosten dahinter. Das huckePÄCKchen wird in Köln von Hand genäht und kostet 160€. Da steckt wohl weitaus mehr Aufwand und Material dahinter als in der Massenproduktion aus Fernost, wo die Arbeiterinnen ja nur einen Bruchteil des Geldes sehen...
Trotz der Tatsache muss Mateusz mit Kommentaren kämpfen, seine Produkte wären zu teuer. Für mich als Handwerker überhaupt nicht nachvollziehbar!
hm...
Ich wünschte die Konsumgesellschaft würde sich wieder etwas mehr besinnen. Bracht man das wirklich? Ist es mir das wert? Wie wird es produziert? Lieber weniger, dafür aber mit Verstand ausgewählt. Dieses Thema könnte man noch lange weiterführen. Z.B. über die "moderne" Merinowolle und dem dazugehörigen Mulesing, aber dass soll für heute gut sein. Wollte eigentlich nur ein paar Zeilen schreiben :-)
In diesem Sinne: "Das Denken ist zwar allen Menschen Erlaubt, aber vielen bleibt es erspart." Curt Goetz
Einen schönen besinnlichen Abend.
Als ich heute etwas im Internet gesurft habe (ich bin krank, ich darf das:-) ) bin ich auf die neue Laufshort von Salomon gestoßen: "TWIN SKIN EXO SLAB Short M" und die kostet: Achtung! 150 €!!!
Hallo? Eine kurze Hose einhundertfünfzig Euro!
Die besteht noch nicht mal aus irgendwelchen ökologisch Natur- unter fairen Umständen hergestellten Materialien. Nicht mal recycelte Plastikflaschen. Nein, einfach Kunststoff!
Macht sich eigentlich noch irgendjemand Gedanken über die Preise die man für Sport- und Outdoorartikel ausgibt?
700€ für ne Regenjacke? Da kauft sich manch einer ein Auto! Dabei sind doch so viele mit den DriDucks für 30€ (Jacke und Hose) sehr zufrieden! Ich weiß, man kann das nicht vergleichen...
Aber anscheinend funktioniert´s ja. Die Leute kaufen´s, sonst wäre der Preis nicht realistisch.
Ich bin vor kurzem auf ein passendes Zitat auf Running Spots gestoßen:
"Running isn’t about making people buy stuff. Running should be free, man." Caballo Blanco
Da tun mir dann Menschen Leid, die sich ihr Brot schwer verdienen müssen, mit diesen Outdoorartikeln. Hier soll natürlich der Laufbursche genannt werden. Er versucht seit Jahren den perfekten Rucksack auf den Markt zu bringen. Es steht extrem viel Arbeit, Nerven, Entwicklung und den dazugehörigen Kosten dahinter. Das huckePÄCKchen wird in Köln von Hand genäht und kostet 160€. Da steckt wohl weitaus mehr Aufwand und Material dahinter als in der Massenproduktion aus Fernost, wo die Arbeiterinnen ja nur einen Bruchteil des Geldes sehen...
Trotz der Tatsache muss Mateusz mit Kommentaren kämpfen, seine Produkte wären zu teuer. Für mich als Handwerker überhaupt nicht nachvollziehbar!
hm...
Ich wünschte die Konsumgesellschaft würde sich wieder etwas mehr besinnen. Bracht man das wirklich? Ist es mir das wert? Wie wird es produziert? Lieber weniger, dafür aber mit Verstand ausgewählt. Dieses Thema könnte man noch lange weiterführen. Z.B. über die "moderne" Merinowolle und dem dazugehörigen Mulesing, aber dass soll für heute gut sein. Wollte eigentlich nur ein paar Zeilen schreiben :-)
In diesem Sinne: "Das Denken ist zwar allen Menschen Erlaubt, aber vielen bleibt es erspart." Curt Goetz
Einen schönen besinnlichen Abend.
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