Essen kommt pro Tag ca. 700 gr + Wasser dazuTrotzdem will ich die Liste hier mal präsentieren:
Hier gibt´s meine Liste auf GearGrams.
Fast alle Gegenstände sind auch mit Links versehen (kleines Zeichen hinter dem Symbol), so dass ihr gleich seht, was das sein soll...
Ergänzung: Auf dem Foto habe ich meinen umgebauten Quilt, aus einem Cumulus X-Lite 200. Der ist da drauf, weil der eigentliche Schlafsack, den ich bisher genutzt habe gerade verliehen war...
Demnächst wir dieser (Sir Joseph Koteka 290) aber durch einen selber gemachten Quilt ersetzt, da der Schlafsack bei 0°C unter seiner Grenze war.
Danke Crelm!
Ausgepackt sieht das so aus:
Da ich es nicht ausstehen kann, wenn alles kreuz und quer im Rucksack liegt und ich nicht gleich das finde, was ich suche, habe ich einige Packbeutel und Taschen im Rucksack. Das wichtige/wärmende ist wasserdicht verpackt, dass andere wasserabweisend oder einfach in einem Meshbeutel.
So wird das ganze dann zusammengepackt:
Da es warscheinlich genau so viel Packarten gibt, wie es Wanderer gibt, will ich euch noch zeigen:
Wie ich einen solchen schlabbrigen Rucksack packe:
| locker gepackter Schlafsack, locker gepackte Kleidung und die Regenhose |
| Regenjacke in die Kapuze eingerollt, Kochtopf, und der Beutel für den täglichen Gebrauch -(Essen für den Tag, Dokumente, Mütze, Handschuhe, Erste Hilfe, Waschzeug...) |
| Zelt obendrauf, Deckel zu. Außendran kommt ein Teil der Iso als Sitzmatte für PausenEine Flasche in der Seitentasche |
FERTIG!
Wie es noch geht zeigt euch Hendrik:
Nun wollen wir mal noch auf die Dinge eingehen, die man so nicht auf dem Foto sieht:
Die Kleidung für den Tag:
Der Beutel für den Tag:
Waschbeutel:
| Pferdesalbe (grün), Waschmittel (gelb), Wollfett (weiß) |
Kleinzeug:
| Pfeife, Thermometer, Handtuch, Geldbeutel, Stirnlampe, Feuerzeug, StickPic und (normalerweiße) Taschenmesser |
Laufburschebeutel:
| Handy, MP3- Player, ErsteHilfe, Papier |
Wie wird das nun alles genutzt???
Da man einen solchen Rucksackinhalt nie einzeln betrachten kann, muss man das immer als ganzes System betrachten. Aber wie spielt jetzt alles zusammen??? Ich geb euch ein paar Beispiele:
Fangen wir bei der Kleidung an:
Genutzt habe ich die Kombination jetzt bis 0°C, feuchte Umgebung und windig. Da habe ich dann beim Laufen die lange Unterhose an, darüber die kurze Hose, dann die Regenhose. Oben das T-Shirt, Pullover, Windjacke und Regenjacke. Beide Handschuhe (wärmend und Regenschutz) Cap als Halstuch getragen und die Mütze.
Die Schuhe werden zwar nass, macht aber garnix. Wenn man in Bewegung ist, werden sie nicht kalt. Membran ist hier völlig überflüssig. An warmen Tagen bleiben die Füße dadurch einigermaßen belüftet und sollten die Schuhe doch mal nass werden, trocknen sie über Nacht.
Deswegen brauch ich auch nicht wirklich Wechselsocken. Für die Nacht hab ich seperate, um die Füße zu trocknen/ wärmen und wenn ich sie wasch, kann ich sie einfach in die Schuhe anziehen, weil´s eh gleich wieder trocken ist!
Wenn man das z.B. bei Unterhose/ T-Shirt so nicht machen will gibt´s auch ne andere Lösung: Wenn die Unterbux dran ist, zieh ich hald nur die kurze Hose an, oder die Leggins. Entweder lasst ihr sie über Nacht trocknen, oder zieht sie einfach zum Baden an, dann ist der Waschgang gleich inclusive :-)
In kalten Nächten kommt alles an, was dabei ist, oder was zumindest trocken ist. Leggins, Socken und Windjacke zieh ich immer in den Schlafsack an, um ihn zu schonen und vor Düften zu bewahren, da er so wenig wie möglich gewaschen werden sollte.
Zelt:
Als Zelt benutze ich im alpinen Gelände das Golite Shangri La 2. Mit zusätzlichen Abspannleinen kann es sehr stabil auf freien Flächen aufgebaut werden. Es bietet Platz für 2 Personen. Bei schönem Wetter kann man es (durch meinen Umbau, zu dem noch mal ein Eintrag kommt) schön weit aufmachen und das Panorama genießen. In regnerischen Pausen ist es auch ruckzuck aufgebaut. Da es der erste Gegenstand ist, der im Rucksack entgegen kommt, muss man auch nicht erst das halbe Gerödel auspacken um ran zu kommen.
Man sollte aber immer bedenken, dass es erstens keinen Boden hat, und zweitens kein Geodät ist. Man sollte deshalb seinen Lagerplatz immer bedacht wählen. Nicht in der Senke, nicht zuweit ausgesetzt usw.. Sollte irgendwann einmal der Fall eintreten, dass es zu extrem wird, kann man sich immer noch unter einem Überhang einrollen...
Wenn ich in Mittelgebirgen oder anderen bewaldeten Gebieten unterwegs bin ersetze ich das Shangri La und die Stöcke durch eine Laufbursche Monologe, Aufstelltöcke und dem Ptarmigan Biwaksack mit Mückenschutz.
Sonstiges:
Schirm:
Hat sich mal wieder super bewährt. Es gibt kaum einen Gegenstand, der soviel Luxus bringt!
Wenn es schüttet, hat man durch den Schirm einen kleinen "Lebensraum" und es läuft auch nix zwischen Rucksack und Rücken. Wenn man nur mit Jacke unterwegs ist ist alles Nass. Ein trockener Raum wird nur durch das Schild gebildet. Man kann auch nicht Lüften. Mit Schirm habe ich keine Kapuze auf, keine Handschuhe an und kann meist auch meine Oberschenkelbelüftung öffnen.
Mit ein paar kleinen Karabinern kann er am Schultergurt befestigt werden, dass man Freihändig spazieren kann.
Aber nicht nur bei Regen leistet er gute Dienste sondern auch als Sonnenschutz, als Windschutz beim Kochen, als Regendach wenn man Nacht´s mal raus muss, als zusätzliche Tarpstange oder Seitenergänzung wie hier mit der Laufbursche Monologe. Aber auch als Ordnungshelfer wenn´s mal schmutzig und nass ist:
Handtuch:
Ein anders wichtiges Ausrüstungsteil ist das Handtuch. Klar, zum abtrocknen... Aber das würde auch ohne gehen. Es gibt (für mich) viel nützlichere Einsatzzwecke. Zum Kondensabwischen bei Tarp, Verbandersatz, Kühlwickel, zum trocknen von allem möglichen was nicht feucht sein sollte (Isomatte...) oder auch als Sonnenschutz. Dazu einfach unter die Cap das Handtuch stecken, dass man einen Nackenschutz hat.
Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in meinen Rucksack geben.
Alles funktioniert als System. Wie z.B. auch die Isomatten. Tagsüber geteilt als Pausenmatte und Rucksackstabilisierung, nachts zusammengeknüpft als Isomatte.
Alles wird möglichst vielseitig genutzt. Eine warme Softshell wird durch Pullover und Windjacke ersetzt. Somit kann man beides je nach Witterung einzeln oder gemeinsam tragen. Außerdem trocknet´s schneller.
So, das war´s...
Wenn´s noch Fragen gibt. Wie immer: her damit!!!
mit besten Grüßen,
euer Knilch

Vielen Dank fuer den sehr interessanten Beitrag. Vor allem an Handtuch und Schirm werde ich bei der naechsten Tour denken.
AntwortenLöschenHi Knilch,
AntwortenLöschensehr schöner Bericht. Gut geschrieben und gut strukturiert aufgebaut.
Nur die rote Schrift auf den hellgrauen Beuteln konnte ich nicht lesen.
Welchen Schlafsack hattest Du denn eigentlich in den Alpen dabei? Packliste und Bilder zeigen ja unterschiedliche Säcke.
Gruß crelm
Hei crelm,
AntwortenLöschenwenn du auf´s Foto klickst, kannst du´s vergrößern. Essensbeutel.
Dann freut´s mich, wenn´s doch noch strukturiert geworden ist. Eigentlich wollt ich garnicht so viel schreiben...
Schlafsack... Stimmt, hab ich vergessen. Ich ergänze es oben. Danke.
Hi Knilch,
AntwortenLöschenich gratuliere dir zur diesem wirklich gelungenem Bericht. Es ist mal interessant zu schauen, wie andere ihre Rucksäcke packen.
Hej M.
AntwortenLöschenWirklich sehr schicker Artikel!
"Wenn´s noch Fragen gibt. Wie immer: her damit!!!"
-Na gut, wenn Du unbedingt willst! ;-)
Bei der Packliste ist mir der OMM Smok aufgefallen. Warum dieser und nicht mehr die Haglöfs Oz? Sind ja immerhin doch ein paar Gramm mehr!
Das nächste betrifft Deine Stöckchen. Teleskopierbar? Nicht mehr die MYOG-Poles? Liegt's an der Umstellung auf das ShangriLa? Immerhin nutze ich das ja jetzt auch schon seit einiger Zeit und bei mir funktioniert das auch prima mit den "mickrigen" RaidLight Trailpoles (die langen). Oder sind Deine MYOG Poles einfach was zu kurz?
So jetzt mal eher was zur Technik: Deine Isomatten nutzt Du ja beide ausschließlich als reine Rückenpolsterung. Also keine der beiden im "Borito-Style". Sitzt Dir das Gewicht (auch wenn es natürlich recht minimal ist) nicht zu weit vom Körper weg? Bist ja eher immer etwas flotter unterwegs und mir wäre da ein körpernaher Schwerpunkt angenehmer.
Trägst Du die Sitzmatte immer außen am Pack? Zumindest in den wärmeren Monaten find ich das zu warm und schwitzig. Keine Probleme damit?
Ansonsten ähnelt sich unser Setup doch erstaunlich. Auch wenn bei mir das meiste auf 2 Personen ausgelegt ist (Quillt, Bivvy, Kocher, erste Hilfe) und damit doch ein "paar" Gramm mehr wiegt.
Sehr hübsch finde ich übrigens deinen Geldbeutel!!! Werd wohl auch noch mal für das ein oder andere Projekt bei ET vorbeischauen müssen...
Grüße,
der Basti
Hi Basti.
AntwortenLöschenMeine OZ ist jetzt nach knapp 2 Jahren durch gewesen. Hat auch kein Imprägnieren mehr geholfen. Da ich ja immer gern mal unbekanntes teste (leider dann manchmal auch bereue...) wollte ich wissen, wie sich die OMM eVent schlägt. Außerdem ist wie auch günstiger! Auf die paar Gramm kommt´s mir eh nicht drauf an. Bis 12 Kilo trägt sich ja alle noch einigermaßen angenehm :-)
Die Stöcke sind einfach kleiner zu verstauen, als meine faltbaren. Da ich eh keine Stöcke zum laufen brauch, ist mir das wichtiger. Die verstellbare Höhe ist auch nicht verkehrt. Gewichtsmäßig ist kein großer Unterschied.
Ich hatte mit der Isomattentechnik auch lange überlegt, ob das Gewicht nicht zu weit weg vom Körper ist. Aber eigentlich merk ich keinen Unterschied. Sollte die Isomatte unten mal schmutzig sein, kann man sie so einfach zusammenfalten und reinschieben. Die schutzigen Seiten bleiben zusammen. Man muss ja nicht immer alles perfektionieren ;-)
Das mit der Sitzmatte am Rücken stimmt. Es ist schwitziger. Aber ich kann damit leben. Ob mein Rücken jetzt nach 3h, oder 5h verschwitzt ist, ist auch egal :-)
Eine zwei Personenliste wirds bei mir jetzt wohl auch öfter mal geben :-)
beste Grüße, bis zum Trekking-Ultraleicht-Treffen :-)
Hallo, kann mir jemand erklären warum man Windjacke und Regenjacke mitnimmt, wenn alles möglichst leicht sein soll? Ist nicht jede Regenjacke auch eine Windjacke? Eine Haglöfs Endo Jacke (GoreTex Active Shell) ist z.B. nicht schwerer als dein Smock und deine Windjacke zusammen und auch nicht extrem teuer. Meine in Grösse M ist genau 301 Gramm und trägt sich sehr angenehm. Ich finde dein Blog sehr intressant, auch wenn ich nicht der UL Wanderer bin. Ich versuche einfach mein Feriengepäck, egal ob für 3 Tage oder 3 Monate, in ein "carry-on" Flugzeugtaugliches Gepäckstück unterzubringen. Leichte Produkte sind bei mir daher immer willkommen, aber UL ist meistens zuviel des Guten :D
AntwortenLöschenGruss
Philippe
Hi Philippe,
AntwortenLöschendas ist meines Erachtens einfach ein Komfortgewinn, mit Regen- und Windjacke. Da Regenjacken immer ein etwas schwitziges Gefhühl haben ist die Windjacke dagegen immer schön "luftig". Man kann sie aber auch zu Hause lassen und nur eine Regenjacke mitnehmen. Stimmt. Aber seit dem ich eine Windjacke habe, will ich sie nicht mehr missen. Ist einfach ein super Stück Stoff für schnell mal drüber ziehen, wenn´s kühl wird.
Freut mich, wenn dir mein Blog gefällt, auch wenn du nicht UL sein willst :-)
beste Grüße,
Knilch
Hallo Knilch!
AntwortenLöschenWann kommt denn das versprochene Update zum SchangriLa2-Cabrio-Umbau? Da bin ich schon seit September neugierig! : )
Und was für ein Inner habt ihr in England benutzt?
Vielen Dank für Deinen Blog und das Teilen von Wissen und Erfahrung!
LG
Rudi
Hallo Rudi,
AntwortenLöschenleider fehlt mir gerade etwas die Zeit. Und leider auch die passenden Fotos des fertigen Umbaus. Aber ich kann dir sagen, dass es nicht so viel war- der Umbau.
Ich habe grob gesagt lediglich das bestehende Stoffband im Eingang zum öffnen gemacht und den unteren Reißer entfernt.
Aber es folgt auf jeden Fall mal eine Anleitung!
Wir hatten das ganz normale Innenzelt für´s SL dabei. Hat soweit (mit etwas tuning) gut funktioniert.
Vielen Dank für die netten Worte- ließt ja doch jemand meinen Blog :-)
Hallo Knilch
AntwortenLöschenAuf meinen Shangri La Cabrio Umbau bin ich ja ebenfalls tierisch gespannt, da ich ebenfalls gerade wieder über einen Umbau nachdenke. Iniziert durch Deinen Blog will ich das Projekt nun endlich angehen. Die Leiste unten am Eingang ist mir schon einige Zeit ein Dorn im Auge. Auch die Belüftung möchte ich ein wenig optimieren.
Danke für die tollen Berichte. Grüsse 2wheels
Sehr schön erklärt deine Ausrüstung Knilch. Ich habe die dann gleich mal in meinem Strongwalkerblog verlinkt. http://strongwalker.blogspot.de/2013/01/ultra-leicht-wandern.html
AntwortenLöschenGruß Martin
Hallo Martin,
Löschendanke dir. Leider ist die Liste nicht mehr ganz aktuell. Einige Dinge sind auch falsch eingetragen. Werde sie bei gelegenheit mal wieder aktualisieren.
beste Grüße